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Taktik für fortgeschrittene Anfänger – Teil 2

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Ja wie ist das nun mit der superdupertollen Raumdeckung, dem Pressing und den Abwehrketten? Und wie funktioniert eigentlich doppeln?

Das Warten auf Antworten hat ein Ende. Hier ist sie nun, das ultimative (Kurz-)Kompendium für alle taktikbegeisterten Fernsehbundestrainer und Wiesenmaradonas.

Fangen wir mit den Basics an: Was ist Taktik? Taktik bedeutet alle Fähigkeiten der eigenen vorhandenen Spieler unter Berücksichtigung der gegnerischen Stärken und Schwächen, den Platzbedingungen, dem Wetter, der Ausgangslage (Pokalspiel, Ligaspiel, Parkspiel, Tabellensituation etc.) so einzusetzen, damit man das Spiel erfolgreich gestaltet. Dies heißt nicht unbedingt das Spiel zu gewinnen. Denn manchmal reicht auch ein Punkt oder ein knappe Niederlage um das größere Ziel (z.b. Meisterschaft, Abstieg verhindern) zu erreichen.

Dies ist natürlich noch sehr allgemein. Gehen wir also einen Schritt weiter und mitten hinein ins Spielgeschehen. Wann ist eine Mannschaft in der Defensive und wann ist sie in der Offensive?

Ganz einfach, wenn der Gegner den Ball hat, ist man in der Defensive und umgekehrt.

Mit Bezug auf Raumdeckung bedeutet dies somit, dass wir in der Defensive sind. Andernfalls müssten wir ja überhaupt nicht decken. Damit ist auch klar, was die Raumdeckung bezwecken soll: Die Wieder- oder Rückeroberung des Balles.

Hier unterscheidet sich die klassische Manndeckung also nicht von der Raumdeckung. Und dies ist auch nicht die einzige Gemeinsamkeit. Aber dazu später mehr.

Kommen wir nun zu den vielbesagten Räumen bzw. Zonen. Man könnte das Spielfeld natürlich in unendlich viele verschiedene Räume unterteilen, aber in der modernen Raumdeckung tut man dies nicht. Stattdessen teilt man das Spielfeld in vier Längszonen (hier A, B, C, D).

raumdeckung-zonen.jpg

Warum? Ganz einfach, weil jede Zone dann zwischen 14 und knapp 20m breit ist und ein austrainierter Athlet diesen Bereich notfalls alleine absichern kann.

Dabei sind die Zonen B und C enger als die Zonen A und D, denn sie stellen die zentralen Bereiche und damit die Räume dar, aus denen die größte Gefahr für das eigene Tor droht.

Jede dieser Zonen wird nun in Abwehr und Mittelfeld von jeweils einem Spieler besetzt.
Das Prinzip der Raumdeckung sieht ferner vor, dass jeder Spieler seinen Raum - und je nach Spielsituation, - eine angrenzende Zone sichert. Daher muss z.B. der linke Außenverteidiger nicht nur seine Zone A, sondern auch noch die benachbarte Zone B im Auge behalten.

Aber was heißt hier je nach Spielsituation? Wann muss einen Spieler seine Zone verlassen und in einer anderen Zone aushelfen? Das hängt ganz einfach von der Position des Balles ab! Da heutige Spitzenspieler (z.B. Cristiano Ronaldo/Clip unten oder Franck Ribery) von einem einzigen Abwehrspieler kaum zu stoppen sind, muss die Mannschaft versuchen, in Ballnähe Überzahl (also mehr eigene als gegnerische Spieler) herzustellen. Dies ermöglicht ein aggressiveres attackieren des Ballführers (ohne Foulspiel). Schließlich hat der ballführende Spieler dann weniger Zeit und Raum um sich zu befreien und evtl. ein Tor zu erzielen.

Überzahl in Ballnähe – das ist ballorientierte Verteidigung. Dies gelingt aber nur, wenn Spieler ihre eigene Zone zeitweilig verlassen um gemeinsam mit einem Mitspieler den Ball zu erobern.

Zudem müssen die Verteidiger natürlich darauf achten, dass sie sich immer zwischen den ballführenden Gegner und das eigene Tor schieben müssen. Sonst könnte der Gegner einfach auf das Tor schießen, selbst wenn er von 3, 4 oder gar 5 Spielern attackiert wird. Ist aber – zumindest in der Theorie – logisch.

Damit die o.g. Überzahl in Ballnähe möglich ist, reicht es allerdings nicht aus, dass ein Spieler aus der angrenzenden Zone hinzukommt. Dies hätte nämlich zur Folge, dass dessen ursprüngliche Zone verwaist bleibt und ein Gegner sich dort ungedeckt anbieten könnte. Damit dies nicht passiert, müssen auch die anderen Verteidiger jeweils eine Zone weiter Richtung Ball verschieben. Die Folge ist, dass eine Zone (die ballentfernteste) tatsächlich unbesetzt bleibt. Dies nimmt man aber in Kauf, da ein von zwei Spielern (Überzahl in Ballnähe) attackierter Gegner nur schwer einen präzisen langen Pass in diese Zone spielen kann. Zudem wäre die Flugzeit, die der Ball für diese Distanz (zwischen 50-70m) benötigt, für einen austrainierten Spieler ausreichend, um sich rechtzeitig dorthin zurückzubewegen.

Man spricht deshalb auch von einer starken Flanke (Bereich des Spielfeldes in dem der Gegner den Ball kontrolliert) und einer schwachen Flanke (Zone weitab vom Ball).
Die Gegenspieler, die auf der starken Seite sind, müssen enger gedeckt werden (denn da ist ja auch der Ball mit dem ein Tor erzielt werden kann) als die Spieler auf der schwachen Seite, die man nur „vorausschauend“ (antizipierend) decken muß. Wechselt der Ball die Zone verschieben sich auch die Grenzen von starker und schwacher Flanke/Zone.

raumdeckung-flanke.jpg

Genau darin besteht aber auch das Problem von Teams, die mit Raumdeckung spielen. Durch ständiges Verschieben und permanentes Antizipieren vergessen die Spieler oftmals, dass sie in den Zonen ein normales 1 vs. 1 spielen müssen. Zwar übernimmt in der Raumdeckung jeder einzelner Spieler eine bestimmte Zone, aber dies entbindet ihn nicht vom 1×1 des Fußballs. Im Gegensatz zur sturen Manndeckung muss er nämlich bei der Raumdeckung jeden Gegner „außer Gefecht“ setzen, der in seinen Wirkungsbereich eindringt.

Uff, jetzt ist fast schon alles für angehende Taktikfüchse erklärt worden. Aber wir sind trotzdem noch nicht am Ende. Für heute aber erst einmal genug. Die Köpfe scheinen schon bei einige Lesern zu qualmen. Deshalb eine Pause.

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In “Taktik für fortgeschrittene Anfänger – Teil 3″ gebe ich Euch dann den Rest.

Bis dahin eine rauchfreie Zeit, wünscht Euch Euer Kruijff vom d11b-Team.

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  1. Tino 14. August 2008, 22:48

    Super erklärt. Aber wie sieht es denn mit den Zonen beim 3-5-2 (ohne Libero) aus?

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