Shop Deutsche 11 Backstage Deutsche 11 Backstage

Im Shop: Werde Regisseur Deines eigenen Films - jetzt DVD holen!

NEUESTEN CLIP abonnieren
4.065 Aufrufe

Ein Schweini-Igel reicht nicht aus

Zürich am Seetal,
Glaubt es mir, es war einmal,
Da ham edle Ritter g’haust,
Denne hat’s vor garnix graust.
Ja, so warn’s, ja so warn’s,
ja, so warn’s die alten Fifasleut’.
Ja, so warn’s, ja so warn’s,
die alten Fifasleut’.

 

Sensation: Robin Hood, Mutter Theresa, Jesus und Picassos Friedenstaube sind wiederauferstanden. Und das sogar in einer einzigen Person. Ungläubige Blicke nach einer versteckten Kamera? Ne wirklich, es geschehen noch Wunder.

Aber jetzt mal im Klartext für die, die es noch nicht wissen von wem die Rede ist. Natürlich vom lieben Onkel Sepp (rechts). Ja genau. Dem unehelichen Bruder von Gert Fröbe (links), der am hellichten Tag immer besonders nett zu den Kinderlein war.

frobe.jpg blatter.jpg

Dem will natürlich der Sepperl in nichts nachstehen: Auch er will jetzt alle Kinderlein glücklich machen und ihnen die bestmöglichen Chancen für die Zukunft geben. Schoko-Igel reichen da natürlich nicht mehr aus. Auch nicht ein Schweini-Igel bei den Bayern.

schweinsteiger.jpg

Wer, wie, was??? Hier nochmal im Klartext:

Der Präsident des Fußballweltverbandes FIFA, Sepp Blatter, lässt sich trotz anhaltender Attacken europäischer Top-Klubs nicht von seinem Kreuzzug ‘6+5′ abbringen. Denn der FIFA-Präsident wirbt wie bisher engagiert für die 6+5-Regel, die eine Klubmannschaft im Wesentlichen verpflichtet, jedes Spiel mit mindestens sechs Spielern zu beginnen, die für das Nationalteam des Landes, in dem der Klub seinen Sitz hat, spielberechtigt sind.

Einer seiner Kreuzritter ist dabei unser Kaiser Franz Beckenbauer, der sich in seiner Einschätzung dem FIFA-Präsidenten anschloss: „Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich glaube aber nicht, dass offene Märkte die richtige Zukunft für den Fussball sind. Man kann auch mit inländischen Spielern Erfolg haben. Geld allein garantiert keinen Erfolg.” Kurze Zwischenfrage an seine Durchlaucht: „Seit wann sind Luca Toni, Ze Roberto, Martin Demichelis, Lucio, Franck Ribery und Mark von Bommel eigentlich für unsere geliebte Germanenauswahl spielberechtigt?

Aber egal, die Forderung des FIFA-Präsidenten dürfte bei vielen deutschen Nachwuchskickern Hoffnung auslösen. Zu lange schon besteht ihre Hauptbeschäftigung während Bundesligaspielen darin, die Ersatzbank aufzuwärmen. In den ersten neun Spieltagen lag der Anteil der eingesetzten ausländischen Kicker in der Bundesliga bei 54 Prozent, fünf Prozentpunkte mehr als im Vergleich zur Saison 2006/2007.

Mit seiner 6+5-Regelung will Blatter nun dafür sorgen, dass die Fans mehr inländische Spieler in der Anfangself zu sehen bekommen. Der Schweizer hofft, dass dadurch Jungprofis mehr Einsatzchancen erhalten, die Anhänger sich mehr mit ihren Vereinen identifizieren und die Klubs finanziell entlastet werden.

Viele Klub-Verantwortliche reagieren positiv auf den Blatter-Vorstoß. So auch Peter Peters, Geschäftsführer des FC Schalke 04, der in der 6+5-Formel eine große Lösung für den europäischen Fußball sieht: „Wenn wir etwas ändern wollen, dann geht das nur auf diesem Weg.“ Mit 44 Prozent bewegt sich der Gelsenkirchener Klub beim Ausländeranteil im Mittelfeld.

Absoluter Spitzenreiter ist übrigens Hansa Rostock, das in seinem 28er-Kader nur acht ausländische Profis (29 Prozent) unter Vertrag hat. Blöd nur, dass man mit denen jetzt in die 2. Liga abgestiegen ist.

Blöd auch, dass der zweite Ost-Klub Energie Cottbus hingegen noch weit entfernt von einer solch niedrigen Quote ist und dennoch die Klasse gehalten hat: 58 Prozent des aktuellen Kaders sind Ausländer. Bei einer Liga-Partie standen sogar 83 Prozent Ausländer für Cottbus in der Startelf. „Ich würde auch lieber mehr deutsche Spieler verpflichten, aber finanziell ist das für uns nicht möglich“, rechtfertigt Manager Steffen Heidrich die Vorgehensweise des Klubs. Aber hat nicht Blatter gesagt, dass mit seiner Regel die Vereine finanziell entlastet werden?!

Aber weiter im Klartext: „Mit den Jahren haben die Klubs durch immer mehr ausländische Spieler aus immer entfernteren Ländern zuerst ihre lokale, dann ihre regionale und schließlich gar ihre nationale Identität verloren”, erklärte Blatter jüngst auf einem Treffen der FIFA-Fußballkommission im Februar. „Für junge Spieler ist diese Entwicklung demotivierend, da sie kaum mehr Chancen auf einen Platz in der ersten Mannschaft ihres Lieblingsklubs sehen…” Was aber mit einem Spieler, der in Deutschland geboren ist und dessen Lieblingsverein z.B. der FC Barcelona ist? Aber lassen wir das und warten mal ab, was die schlauen Ritter vom Züricher See beim FIFA-Kongress am 29. und 30. Mai in Sydney (Australien) bezüglich der 6+5-Regel entscheiden.

Bis dahin weiterhin viel Spaß mit dem (Achtung Wortspiel) plastigeligen Spielgerät, wünscht Euch Euer Kruijff vom d11b-Team.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Bewertungen: 3
Loading ... Loading ...

Kommentar schreiben »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. Trackback-URL

Einen Kommentar schreiben
« Sex-Skandal in der Bundesliga? Hopp, hier kommen die Anderen »

Wir über uns   |   Kontakt   |   Impressum   |   Datenschutz