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Filmblog am Dienstag: Comics im Kino

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Hallo liebe Film-Fans!

Verdammt! - diese Woche haben tatsächlich weder mein Autorenkollege Ingo noch ich es ins Kino geschafft. Die Entzugserscheinungen linderte das mäßig spannende Fußball-WM-Qualifikations-Spiel Deutschland gegen Liechtenstein nur bedingt.

  • Bei einem Film-Dreh hätte man das permanente “am Ball vorbeirutschen” von Mario Gomez einfach so lange geprobt, bis es klappt. Eine schöne Vorstellung. Szene “Deutschland-Liechtenstein”, Klappe, die Erste. Regie an Mario Gomez: “So, du rennst jetzt Richtung Tor, Dein Mitspieler kickt dir den Ball rüber, und du schießt das Ding rein, alles klar?” 90 Minuten später, “Deutschland-Liechtenstein”, Klappe, die Hunderdste. Regie an Mario: “Du, lass uns morgen weitermachen. Ich glaube, das wird heute nichts mehr…” Aber das kennen wir ja schon vom Juni 2008 -> zum Video “Chancentod Gomez”

Nichtsdestotrotz: Im Kino flackern die bunten Bilder, nicht selten, sondern immer häufiger inspiriert durch oder basierend auf: Comics! Die Liste ist schier endlos, daher hier nur die bekanntesten Beispiele aus den vergangenen Jahren: die neuen Batman-Verfilmungen von Christopher Nolan (”Memento”, “Prestige”), die Spiderman-Reihe, die beiden Hellboy-Filme von Guillermo del Toro (”Blade II”, “Pans Labyrinth”), “300″ und “Watchmen” von Zack Snyder (”Dawn of the Dead”). Mittlerweile wird das wachsende Genre der Comicverfilmungen gar zu einem “sich selbst ernährenden Kosmos” - Frank Miller, der als Comicbuch-Autor wortwörtlich verantwortlich zeichnet für Werke wie “300″ und “Sin City” und als solcher in der Szene hochrespektiert ist, steckte jüngst seine Erfahrungen, die er als Co-Regie bei den Verfilmungen seiner eigenen Bücher sammeln konnte, in die Umsetzung eines anderen legendären Werkes: “The Spirit” von Will Eisner.

  • Will Eisner war übrigens einer der ersten, der den Comic als ernstzunehmende Kunstform wissenschaftlich analysiert und besprochen hat, wie dies auch Scott McCloud auf höchst unterhaltsame Art und Weise (nämlich als Comic!) in seinem Buch “Comics richtig lesen” tut.

Übrigens ist es Quatsch, Comicverfilmungen ein “Genre” zu nennen - schließlich entsprechen die angesprochenen Beispiele der Definition durchaus verschiedener Gattungen. Ein Film wie “The Dark Knight” kommt als harter, psychologischer Action-Thriller daher, “Spiderman” als leichte, quietschebunte Coming of Age-Geschichte. Zwei Dinge sind den Werken aber gemein:

  • trotz des entsättigten, handkameramäßigen Krimi-Looks eines “Dark Knight” sind die Filme alle bildgewaltig und entwickeln eine tendenziell sehr eigenständige Bildsprache bis hin zu extrem stilisierten Bildern wie in “The Spirit” oder “300″.

Samuel L. Jackson als "Octopus" in "The Spirit"

  • die jüngeren Werke und deren Protagonisten wollen mittlerweile als dreidimensionale, glaubhafte, authentische Charaktere mit eigener Geschichte und Psychologie und Tiefe ernstgenommen werden, im Gegensatz zu den stereotypen, eindimensionalen Figuren z.B. eines Batman in den Verfilmungen von Joel Schumacher (”Batman & Robin”).

Dass Filme extrem häufig auf anderen Vorlagen basieren (Romane, Theaterstücke, Kurzgeschichte), ist nichts Neues. Warum nun Comics so beliebt sind als Vorlage für Kinofilme, liegt aber eigentlich auf der Hand. Denn bis auf den Ton, der beim Film - gerade in Form von Musik ein Mittel, das beim Zuschauer große Emotionen wecken kann - noch hinzukommt, tut der Comic ziemlich genau das, was auch das bewegte Bild tut: eine Bildergeschichte erzählen. Ein Comic liefert im Prinzip 100% von dem, was an Vorarbeit für einen amtlichen Blockbuster ansonsten erst geleistet werden muss: eine Grundidee, ein Geschichte, die Figuren, wie diese Figuren und die Welt in der sie leben aussehen (also Kostüm- Requisiten- und Set-Designs)…

Beispiel eines einfachen Storyboards

Und das sogar in Form eines sogenannten “Storyboards“, in dem bei jedem größeren Film alle Einstellungen aufgelistet und zeichnerisch illustriert werden. Im Grunde muss das “nur” (und auch das ist natürlich noch eine Riesenarbeit) noch auf 2 Stunden Film übertragen werden.

Tja, und was sagt uns das alles nun? Ich finde: nach dem Motto “lieber gut geklaut als schlecht selbstgemacht” ist das Adaptieren einer Comic-Vorlage sicher fruchtbarer und wird dem Medium Film im Zweifelsfalle deutlich besser gerecht als eine angestrengte, kopflastige, nicht-visuelle Adaption eines philosophischen 1000-Seiten-Romans. Aber das ist auch Geschmackssache. Unterm Strich fordere ich natürlich nur eines: gute Filme!
Hofen wir also auf das, was da kommt:
Allein bei Marvel steht “X-Men-Origins: Wolverine” -> zum Trailer “X-Men-Origins: Wolverine” mit sexiest Man alive Hugh Jackman in den Startlöchern, “Antman” und “Captain America” sind in Planung.

Haltet die Augen offen,

Euer Axel

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  1. Ingo 31. März 2009, 10:23

    Pickepacke voll mit Infos.
    Ich persönlich freue mich ja schon auf “Wolverine” …

  2. Thomas (d11b Team) 31. März 2009, 22:26

    x-man, dass wird lecker…ähm damit meinte ich nicht hugh ;-)

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