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Am Tag ihrer Hochzeit wird Susan Murphy von einem Meteoriten getroffen, woraufhin sie auf eine Größe von 15 Metern wächst. Sie wird vom amerikanischen Militär gefangen genommen und in einem streng geheimen Regierungsgebäude mit anderen “Monstern” eingesperrt. Das Material, aus dem der Meteorit bestand und das Susan so hat wachsen lassen, fehlt dem fiesen Alien Gallaxhar um seinen neuen Planeten zu kreieren. Er schickt einen monströsen Roboter auf die Erde der vom Militär nicht besiegt werden kann. Also sendet ein General die Monster los, um den Roboter unschädlich zu machen und den Planeten zu retten.
“Monsters vs. Aliens” will vieles sein: Parodie auf 50er-Jahre-Monsterfilme, gigantischer Animationsfilm voller Schaueffekte und Filmspaß für die ganze Familie.
Fangen wir mal mit der “Haben”-Seite an: die Monsterfilm-Parodie funktioniert besonders im ersten Drittel sehr gut. Da wird fröhlich zitiert, von “King Kong” bis zu “Die Fliege”, vom “Schrecken vom Amazonas” bis zu “Alien”, auch “E.T.” und “Unheimliche Begegnung der Dritten Art” kommen dran. Negativ daran: diese Gags erschließen sich nur Insidern.
Ebenfalls im “Plus”-Bereich: die Optik. Das Set-Design ist detailverliebt, die Grafik hervorragend. Aber: das erschließt sich nur so richtig, wenn man den Film in 3D sieht.
3D-Filme stehen in Hollywood gerade hoch im Kurs. Einige - wie z.B. “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” - haben in 3D mehr Geld als in der normalen Version eingespielt, weil sich die Schauwerte viel besser entfalten. Vor allem Animationsfilme setzen auf diese Technik, aber Ende Mai steht uns mit “My Bloody Valentine” mal ein Horrorfilm ins Haus, wo die Axt quasi auf die Zuschauer niedersaust.
Ich habe den Animationsfilm “Bolt” in 3D gesehen, der nur in einigen Szenen auf diesen Effekt setzt, aber dann war es echt beeindruckend. Im Vorprogramm lief ein Trailer des neuen Pixar-Films “Oben” (Kinostart leider erst am 24.09.09) - und das war wirklich atemberaubend.
Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Filme in 3D ansehen, es ist echt was anderes!
Doch zurück zum eigentlichen Film.
Manche Gags sind arg flau. Hier sei stellvertretend genannt, dass Chef des Monster-Gefängnisses “K.O. Putsch” heißt (ha ha). Der US-Präsident ist alles andere als witzig, die Figur des bösen Gallaxhar (der optisch zu sehr an die Marsmenschen aus “Mars Attacks” erinnert) leider völlig verschenkt. Auch als Familienfilm funktioniert der Film nicht, weil Kindern viele Gags nicht verstehen werden. “Monsters vs. Aliens” krankt vor allem am Drehbuch, an dem sage und schreibe sieben (!) Autoren beteiligt waren.
Hier unterscheidet sich einfach Dreamworks Animation von Pixar. Nur der erste “Shrek” hatte ein wirklich gutes Drehbuch, alle anderen Filme eiern - allerdings mit technischer Perfektion - durch die Handlung. Bei Pixar kriegt man noch eine tolle Geschichte dazu (über “Cars” decke ich mal den Mantel des Schweigens).
“Monsters vs. Aliens” ist zwar trotz aller Kritk immer noch sehr unterhaltsam und für einen Popcornkino-Abend gut. Aber vielleicht sollte man auch einfach mal wieder die guten alten Originale rauskramen und sehen, wie die schleimige Masse aus “Der Blob” ins (deutlich in einem Karton) nachgebaute Modell des Kinos quillt. Das macht auch Spaß.
Watch the Sky!
Euer Ingo
Laden 






Thomas (d11b Team) 7. April 2009, 20:07
klasse beschrieben. hat mich jetzt doch angefixt ihn mir anzuschauen. wird wohl eher dvd oder bei axel blue-ray werden. 3d ist natürlich fett und ein augenschmaus. imax ahoi!