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Vom Trieb, ein Celebrity zu sein - “Brüno”

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Von großem Medienrummel begleitet und mit hohen Erwartungen ist es nun also endlich angelaufen, das neue Pseudo-Doku-Werk von Sasha Baron Cohen: “Brüno”.

Brüno ist TV-Moderator der österreichischen TV-Sendung “Funkyzeit”, wird nachdem er eine Modenschau in Mailand durch einen Anzug aus Klettband ruiniert hat, entlassen. Er zieht mit seinem Assistenten Lutz in die USA, um dort ein “Celebrity” zu werden, doch das ist leichter gesagt als getan.

Cohen hat 2006 mit seiner Mocumentary “Borat” einen Riesenerfolg hingelegt. Zwischen zum Schreien komischen Szenen und indiskutablen Geschmacklosigkeiten führte er die US-Gesellschaft vor. Um es gleich vorweg zu nehmen: da scheitert “Brüno”.

Borat war ein Filmemacher, der einen Film über die USA machen wollte. Er kam sehr naiv daher, sagte unglaubliche Dinge, die die wohlgesonnenen Interviewpartner ihm im ersten Moment nachgesehen haben, weil sie dachten “der Mann meint das bestimmt nicht, der kann nur schlecht Englisch”, um dann festzustellen, DASS er es so meint.

Brüno fehlt dieser Ansatz komplett. Er wirkt so unsympathisch und arrogant, dass die Leute erst mal auf Abstand gehen.

Womöglich liegt es daran, dass viele Szenen einfach gestellt wirken - oder gar sind. Über gestellte Szenen deckt Mr. Cohen ja immer noch den Mantel des Schweigens. Aber wenn er im Sado-Maso-Sex-Outfit an seinen Assistenten gekettet durch eine Anti-Schwulen-Demo rennt und das auch noch aus verschiedenen Perspektiven gefilmt wird, glaube ich echt nicht, dass das real ist.

Egal. “Brüno” hat auch wirklich witzige Szenen (klarer Höhepunkt: Brünos Auftritt in einer erzkonservativen Talkshow mit seinem adoptieren afrikanischen Baby mit dem traditionellen Namen “O.J.” oder die ultra-blonden Beraterinnen seiner Charity-Aktion), nur leider einfach zu wenige, ist zu derb und vulgär. Die Handlung plätschert - oder besser gesagt: poltert - vor sich hin. Brüno versucht auf verschiedenen Wegen berühmt zu werden: er will Frieden im Mittleren Osten stiften (so lala witzig), stellt eine Pilotfolge für eine Talkshow her, in der er berühmte Leute interviewen will - seine Opfer sind Paula Abdul und sehr kurz Harrison Ford - (Abdul: nicht witzig, Ford: witizg), will sein Sexvideo mit einem konservativen älteren Politiker drehen (peinlich) und schließlich denkt er sich, alle Berühmtheiten sind hetero - seine Beispiele sind Tom Cruise, John Travolta und Kevin Spacey, die alle mit dem “eigentlich schwul”-Gerücht zu kämpfen haben (witzig) - und will sich umerziehen lassen, wozu er auch eine Swingerparty besucht (nicht witizg) und einen Selbstverteidigungskurs gegen Angriffe mit Dildos macht (hmm .. äh … ich entscheide mich für “witzig”, denn der Trainer mit der Plautze, der im Zeitlupentempo Kickbox-Tritte vollführt, ist schon nicht schlecht).

Cohen verschmilzt wieder komplett mit seiner Rolle. Wer sich den Film ansehen will, sollte das zumindest im Original mit Untertiteln tun, denn in der Synchronisation muss zwangsläufig viel verloren gehen. Sein Englisch mit eingestreutem Pseudo-Deutsch ist herrlich. Allerding ist sein Assistent Lutz hörbar Schwede und beim Dreh hätte man sich ruhig mal um die eine oder andere richtige grammatikalische Form bemühen können, aber das ist jetzt echt Korintenkackerei.

Die Unschuld aus den Alpen

Die Unschuld aus den Alpen

Nur kurz im Film ist leider die gelbe Lederhose vom Filmplakat. Aber ich hab mir jetzt so eine gekauft. Die sitzt zwar stramm um die Hüften und is’ auch ‘n bisschen knapp, aber sie schmückt ganz hervorragend morgen im Büro

Euren

Ingo

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  1. steffi 24. September 2009, 12:30

    hi ingo,
    du schreibst in deinem brüno-kommentar, dass du dir so eine schicke gelbe hose gekauft hast. würdest du mir verraten: wo???
    wir machen anfang okotber ein party mit dem motto “filmhelden”. seit wochen bin ich am suchen, leider vergebens.

    vielen dank für deine hilfe
    steffi

  2. Ingo 27. Oktober 2009, 18:29

    Hi Steffi,

    ich hab deinen Kommentar leider erst jetzt gelesen. Diese Lederhose wird von Kostümshops angeboten. Findet man auch über eBay.

    Grüße
    Ingo

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