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Storyboard & Animatic Teil II

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Liebe Stop-Motion Fans,

ab heute widmen wir uns dem 2. Teil zu Storyboard & Animatic, dem Animatic.
Sorry für die späte Fortsetzung aber es kamen ein paar wichtige Dinge dazwischen.

Was ist ein Animatic?
Ein Animatic ist der Schnitt und zeitliche Anordnung der Storyboard-Bilder in einer Video-Zeitachse/ timeline.

Warum ein Animatic?
Das Animatic dient auf der einen Seite der Überprüfung des Storyboards und der zeitlichen Vorstellung des Regisseurs aber vor allem der exakten Angabe der Länge jeder einzelnen Einstellung. Denn dies ist extrem wichtig für den Animator.
Das Animatic ist aber auch die Basis der Abnahme durch einen Kunden (zb.: TV-Sender) und dient der Vorvisualisierung des Zusammenspiels aus Bild & Sprache.

Warum wichtig für den Animator?
Der Animator animiert eine Einstellung auf der Basis eines sogenannten “x-sheets”, eines Animationsfahrplans. Dieser Fahrplan kann nur erstellt werden, wenn es eine exakte zeitliche Vorgabe gibt. Diese muss vom Regisseur kommen, da er jede Einstellung im Kopf durchspielt.
Das ist im wesentlichen die Aufgabe des Regisseurs bei Trickfilmen. Denn Planung ist hier das A und O. Der Animator hat nicht, wie im Spielfilm, die Chance eine Einstellung mehrmals zu drehen. Alles MUSS auf den Punkt genau geplant sein. Dafür dient das Animatic.

Tipp: Um ein bildgenaues Timing hinzubekommen, kann man sich auch bei Soundeffekten bedienen, die man an den passenden Stellen platziert und somit auch noch, neben der Sprache, ein Gefühl über einzelne Aktionen innerhalb einer Einstellung bekommt. Animationsfilmen sagt man oft nach, dass sie eintönig und wenig akzentuiert sind. Das stimmt! Das ist ja die grosse Kunst bei der Animation (wie ein Instrument spielen) die Bewegungsillusion perfekt zu transportieren. Mir hat dabei immer eine Platzierung von Geräuschen stark geholfen.
Dem Zuschauer kann man dann sogar das Animatic als eine Art “Hörspiel” vorspielen und er wird sehr gut in die Geschichte eintauchen können (oder eben nicht). All dies hilft natürlich vor allem dem Animator später am Set (dazu mehr in einem der nächsten Blogs).

Animatic anlegen
Wenn Ihr Eure Storyboard Bilder gezeichnet habt, importiert Ihr diese in ein Video-Schnittprogramm (Premiere, Final Cut…) und legt die Bilder in der richtigen Reihenfolge hintereinander an.
Beim erstellen des Storyboards sind Euch bestimmt schon Einstellungslängen grob über den Weg gelaufen. Diese könnt Ihr jetzt in der Schnitt-timeline umsetzen, indem Ihr die Länge der STB-Bilder manuell verändert. Das geht sehr schnell.
1. Schritt: Anlegen eines Grob-timings. Wenn dieser Prozess durch ist, seht Ihr, wie lang Euer Film ist. In der Regel vieeeel zu lang. Jetzt beginnt Schritt 02.
2. Schritt: Anlegen eine Fine-timings. Dieser Schritt beinhaltet das Anlegen der Sprache und Geräusche und dauert gut und gerne 1-3 Tage. Nehmt Euch die Zeit!
Geräusche bekommt Ihr im Internet von der Plattform www.soundsnap.com

exportieren:
Am Schluss exportiert Ihr das Animativ als Video und könnt es Kunden, Freunden oder Kollegen vorspielen und vor allem dem Animator, wenn Ihr nicht selber den Film animiert. Desweiteren solltet Ihr jetzt die exakten timings in Euer Storaboard Layout übertragen. Veränderte Einstellungen bitte auch korrigieren. Somit habt Ihr am Schluss ein Animatic und das finale Storyboard und könnt Euch jetzt an die Drtehplanung machen. Doch dazu mehr beim nächsten Blog.

Und wieder in eigener Sache.
Mehr zum Thema Animatic, Software und Demo findet Ihr auf unserer DVD “Bild-für-Bild.

Viel Spaß
Euer Thomas

Und hier noch ein Ausschnitt aus einem meiner Lieblingsfilme - “Nightmare before Christmas”

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