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Wolverine - zahnlose Action

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Hallo liebe Filmfans,

Samstag habe ichs endlich mal wieder ins Kino geschafft, zum lange von mir erwarteten Spin-Off der Marvel-Comic-Verfilmungs-Reihe “X-Men”: in “X-Men Origins - Wolverine” gibt der australische “Sexiest Man Alive” Hugh Jackman zum vierten Mal den behaarten Knöchel-Klingen-Schwinger “Logan”.

Ich bin als Fan der X-Men Filme natürlich durchaus vorbelastet in den Kinoabend gestartet und hatte mir in süßer Vorfreude gefühlte 100mal den Teaser unter Apple Movie Trailers angeschaut. Um es gleich zu sagen: Puff! Seifenblase geplatzt. Die Geschichte um die Herkunft des bekanntesten X-Man ist gründlich in die Hose gegangen.

Die ersten Minuten erzählen etwas krude das erste Ausbrechen von Little-Logans besonderen Fähigkeiten bzw. messerförmigen Knochen, die aus den Fingerknöcheln hervortreten. Auslöser ist der Mord an seinem vermeintlichen Vater durch seinen wahren leiblichen Vater, dessen Sohn - wie sich jetzt herausstellt also sein Bruder - Logans bester Freund ist. Gemeinsam fliehen die beiden Jungs vor den Verfolgern der Polizei in die Nacht. In einer Montagesequenz samt Titeleinblendungen schießen und kämpfen sich die beiden “Rücken an Rücken” durch die großen US-Kriege (Bürgerkrieg, erster und zweiter Weltkrieg, Vietnam…), wobei sich abzeichnet, dass Logans älterer Bruder Victor immer mehr dem Blutrausch verfällt, während Logan sich etwas wie ein Gewissen bewahrt. Ihre besonderen (Selbstheilungs-) Kräfte sind da natürlich hilfreich.

Lange als Kanonenfutter des US-Militärs dahindümpelnd, folgen die beiden schließlich dem Ruf des ominösen Colonel Striker, der ihre Andersartigkeit als Mutanten erkennt und zu fördern verspricht. Zusammen mit einem ganzen Team von Mutanten gehts nach Afrika, wo aber zunächst die gesamte Belegschaft einer Diamantenmiene niedergemetzelt wird, da Striker ein bestimmtes Metall aus einem Asteroidenfund sucht (der geneigte X-Men-Fan ahnt schont: das wird das unzerstörbare “Adamantium” sein, mit dem Logan später ausgestattet wird). Ob des Blutbads wirds dem guten Logan aber zuviel, er verschwindet von der Bildfläche, und dies bedeutet auch die Trennung von seinem Bruder.

Wir finden ihn wieder in der Abgeschiedenheit der kanadischen Wälder als Holzfäller, der mit seiner hübschen Freundin in der pittoresken Einöde der Rockies haust. Natürlich holt ihn die Vergangenheit ein: Striker will ihn wieder ins Team holen, Victor tötet Logans Freundin. Von Rache getrieben, lässt sich Logan auf Strikers Operation ein, bei der seine Knochen mit dem besagten Super-Metall unzerstörbar gemacht werden, um sich so für den Kampf gegen Victor fit zu machen. Dank seines hochentwickelten Gehörs erfährt Logan aber, noch mitten in der Operation, dass er nur Teil eines größeren, finsteren Plans ist und es Striker nicht darum geht, ihm zur Genugtuung zu verhelfen. Logan, nun unzerstörbar, flieht. Nach einem Gewirr aus Täuschungen, falschen Fährten, Verfolgungsjagden und neu eingeführten Mutanten-Figuren landet Logan schließlich auf dem Rand eines Atommeiler-Kühlturms und kämpft gegen den Super-Mutanten, der sämtliche Kräfte aller bislang aufgetretenen Mutanten in sich vereint. Unterstützt wird er dabei ausgerechnet von seinem dunklen Bruder Victor, und seine Freundin ist übrigens auch inzwischen wieder aufgetaucht, stirbt dann aber tatsächlich. Um den logischen Anschluss zum ersten Teil der X-Men-Trilogie zu schaffen, löscht Striker noch flugs Logans Gedächtnis, und der verschwindet mal wieder planlos in der Nacht…

Erstmal das Positive, da sind wir auch schnell durch: wirklich toll gemacht ist die Montagesequenz am Anfang, die Logan und Victor in den Kriegsszenen zeigt. Immer wieder friert das Bild ein und zeigt Schlüsselszenen, die die Beziehung der beiden Figuren zueinander beschreibt, und im Wechsel der Kostüme und Schauplätze gleitet man elegant durch die Epochen. Wie immer überzeugend ist Hugh Jackman als Wolverine, der mit seiner Physis und dem nuancierten, bisweilen gar selbstironischen Spiel die Rolle wieder prima ausfüllt. Mir persönlich hat auch sein Gegenspieler Victor (Liev Schreiber) gut gefallen, der mit seinem fiesen pausbäckigen Grinsen den “vertrauten Feind” gut rüberbringt. Insgesamt ist der Ton, den “Wolverine” anschlägt, angenehm: allzu großes Pathos wird mit Selbstironie, Gags oder kleinen menschelnden Momenten gebrochen, und so kommt man durch die 106 Minuten ganz gut durch.

Obwohl der Rest ziemlicher Murks ist. Vor allem das Buch. Es gibt Filme, bei denen ich begeistert aus dem Kino komme und beim 2ten Bier danach merke: naja, Story hatte Löcher, aber EGAL! Top-Unterhaltung. Und es gibt Filme wie “Wolverine”, bei denen ich bereits beim Schauen permanent über Logikfehler und fehlende Informationen stolpere und die mehr werdenden Fragezeichen im Kopf den Blick auf die Leinwand zu vernebeln beginnen. Warum schlagen die beiden Jungs eine militärische Laufbahn ein? Weshalb gibt es in diesem Film - anders als in den X-Men-Streifen - keine äußerlich mutierten Charaktere (wie Mystique oder den blauen Plüschball im dritten Teil)? Was zum Teufel will Colonel Striker eigentlich - den Supermutanten erschaffen oder alle Mutanten vernichten? Man weiss es nicht, man munkelts nur. Die Spezialeffekte sind allzuoft als solche zu erkennen, die Actionsszenen etwas hakelig choreografiert und in der Kategorie “alles schonmal und eventuell besser gesehen” anzusiedeln.

Ach ja: und die Sitzreihen im Kino waren (am Samstag Abend zur Prime-Time!) nur spärlich besetzt. Man weiss, warum. Am guten Wetter alleine hats nicht gelegen. Ich hoffe jedenfalls auf Terminator - Salvation als kommendes Blockbuster-Highlight dieses Genres…

Euer Axel

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